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Die OFEK Sachsen stellt sich vor.

Die Melde- und Beratungsstelle Antisemitismus Sachsen


Seit vergangenem Jahr ist im Freistaat Sachsen eine neue regionale Unterstützungsstruktur aktiv, die sich an Menschen richtet, die Antisemitismus erlebt oder bezeugt haben, ihre Angehörige und Unterstützer*innen: die Melde- und Beratungsstelle Antisemitismus Sachsen in Trägerschaft des Vereins OFEK e.V. Die Meldestelle, RIAS Sachsen, hat die Aufgabe, antisemitische Vorfälle zu dokumentieren. Die Beratungsstelle, OFEK Sachsen, bietet den Ratsuchenden Unterstützung bei Vorfällen an. Hier möchten wir beide Stellen vorstellen und Einblicke in ihre Arbeitsweise und das Angebot vermitteln. Zum Schluss sind alle unsere Kontaktmöglichkeiten aufgelistet.


Beratungsstelle OFEK Sachsen


Niemand muss Antisemitismus und Diskriminierung hinnehmen. Selbst bei offenkundigen Vorfällen ist es nicht immer klar, ob und wie dagegen vorgegangen werden kann. OFEK Sachsen unterstützt Betroffene von Antisemitismus, ihre Angehörige und Zeug*innen bei der Bewältigung von Folgen verbaler, digitaler oder physischer Gewalt und Diskriminierung. Dabei werden frühere Erfahrungen mit Antisemitismus und Diskriminierung ebenso berücksichtigt wie die Perspektiven und Bedarfe der jüdischen Communities. Ein Fokus der Beratung liegt auf der praktischen Hilfe bei der Ansprache von Behörden, bei Strafanzeige und Ermittlungsverfahren, bei Klärung und Durchsetzung von Rechten und Ansprüchen.


Neben psychosozialer Unterstützung, Vermittlung weiterführender Beratung, Begleitung vor Gericht und Behörden, Ersteinschätzung bei Rechtsfragen, Fachberatung bei Vorfällen in Institutionen bietet OFEK Sachsen auch Öffentlichkeitsarbeit für Betroffene und Gemeinden und auf Anfrage Vorträge und Workshops an. Beratung kann auch von Gemeinden, Vereinen, Schulen und anderen Organisationen in Anspruch genommen werden. Beratung bei Vorfällen in der Schule, im Studium, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im Sozialamt, im Gesundheitsweisen, im Sport oder in der Freizeitgestaltung nimmt in der Arbeit von OFEK einen zentralen Platz ein. Eine Beratung muss nicht persönlich staatfinden, sondern kann auch telefonisch oder über einen Chat online erfolgen (mehr dazu in den Kontaktmöglichkeiten).


OFEK Sachsen ist der regionale Standort der bundesweit aktiven Beratungsstelle OFEK e.V. im Freistaat.

Meldestelle RIAS Sachsen


Die Meldestelle „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Sachsen“ hat die Aufgabe, die verschiedensten Ausprägungen des Antisemitismus gegenüber Einzelpersonen und Institutionen bzw. im öffentlichen Raum zu dokumentieren. Das Ziel von RIAS Sachsen ist es, antisemitische Vorfälle und die Erfahrungen von Betroffenen sichtbar zu machen, denn erst, wenn das Problem bekannt und benannt ist, kann es angegangen werden. Dazu nimmt RIAS Sachsen Meldungen entgegen und betreibt selbstständiges Monitoring von Kundgebungen, Demonstrationen und sozialen Medien und Diskursen on- und offline. Die Ergebnisse, die RIAS Sachsen als Veröffentlichungen oder Vorträge zur Verfügung stellt, bieten für Zivilgesellschaft und Politik eine Grundlage für erfolgreiche Präventions- und Interventionsarbeit.


Betroffene, Angehörigen wie Zeug*innen antisemitischer Vorfälle können sich an RIAS Sachsen wenden und Beschimpfungen (on- und offline) oder Schmierereien genauso melden wie Angriffe, Bedrohungen, Diskriminierung und Mobbing, bedrohliche oder verletzende Anrufe, gezielte Beschädigungen des Eigentums jüdischer Personen oder von Gedenkstätten, Friedhöfen oder Synagogen.

Die Meldestelle Antisemitismus RIAS Sachsen ist Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V. (Bundesverband RIAS e.V.) und arbeitet auf Grundlage der im Bundesverband entwickelten einheitlichen Anforderungen und Qualitätsstandards.


Arbeitsweisen


Beide Stellen arbeiten parteiisch im Sinne der Meldenden bzw. Ratsuchenden und richten sich nach ihren Bedarfen. Die Stellen arbeiten strikt vertraulich: Die Meldenden bzw. Ratsuchenden allein entscheiden, was mit ihren Angaben passiert. Der Kontakt kann jeweils auf Deutsch, Englisch oder Russisch erfolgen und ist auf Wunsch anonym.

Sowohl für die Beratungsstelle OFEK Sachsen als auch die Meldestelle RIAS Sachsen behandeln alle Erscheinungsformen von Antisemitismus unabhängig von der inhaltlichen Ausprägung oder dem Hintergrund der Täter*innen. Ratsuchende und Meldende können sich an OFEK Sachsen und RIAS Sachsen auch dann wenden, wenn der Vorfall, um den es geht, nicht als Straftat eingestuft wird.


Kontakt OFEK Sachsen (Beratung)

Kontakt RIAS Sachsen (Dokumentation)


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